Jahresende Sprüche

Wirds besser?
Wirds schlimmer?
So fragt man sich jährlich.
Sein wir doch ehrlich:
Leben ist immer lebensgefährlich!

Aus Deiner Mitte heraus entspringt der Fluß Deines Lebens.
Sei gut zu Deiner Mitte
höre auf das, was sie Dir sagt
damit Du Dich nicht selbst verlierst.
Immer, wenn ein Jahr zu Ende geht
nimm dies zum Anlass, zu prüfen
ob Du noch in Deiner Mitte bist
und ob es notwendig ist, den Weg zu ändern
um wieder besser zur Mitte zu finden.
Es ist nie zu spät, um noch einmal ganz von vorne anzufangen.
Habe den Mut, es zu tun.
Lass Dich von Deiner Mitte leiten, sie wird Dir den Weg zeigen.

Komm, trau Dich
lebe laut
Deine Zeit auf dieser Erde ist begrenzt
also nutze sie und
zeit, dass es Dich gibt
hinterlasse Spuren und
versteck Dich nicht.
Lebe laut wie die Vögel
die jeden Morgen aufs Neue
den samtigweichen jungen Tag begrüßen
– himmelhochjauchzend –
lebe laut wie die Wellen des Ozeans
die gischttosend an felsigen Klippen zerschellen
– nachhaltig –
lebe laut wie Blitz und Donner
der zischend und grollend Sommerschwüle vertreibt
– erfrischend –
Komm, trau Dich
sei ganz Du selbst
was hast Du zu verlieren?
Lebe laut!

An Silvester lag der Böller neben der Rakete in der Schachtel mit den Feuerwerkskörpern, die die Jugendlichen um Mitternacht anzünden wollten.
„Wer bist Du?“ fragte der Böller die Rakete.
„Ich bin eine Rakete“, sagte die Rakete. „Und wer bist Du?“
„Ich bin ein Böller“, sagte der Böller. „Wenn man mich anzündet, brennt meine kurze Lunte ein paar Sekunden lang. Dann explodiere ich und knalle so laut, dass man es am anderen Ende der Stadt hören kann.“
„Und dann?“ fragte die Rakete.
„Dann bin ich tot.“ sagte der Böller.
Die Rakete wurde nachdenklich.
„Du hast ein sehr kurzes Leben“, sagte sie zum Böller.
„Ja“ sagte der Böller, „aber vorher habe ich den Menschen nochmal so richtig gezeigt, was Sache ist. Vor mir haben die Menschen Respekt! Aber was ist mit Dir?“
„Na ja“ meinte die Rakete, „zunächst stellen die Menschen mich in eine leere Flasche oder stecken mich in den Boden, bevor sie meine Lunte anzünden. Wenn sie sie dann angezündet haben, zische ich laut und sause pfeilschnell in den Himmel, wie es alle Raketen tun, auch die großen, die zum Mond fliegen. Erst dort oben explodiere ich. Dann lasse ich funkelnde Sterne, farbige Kugeln und glitzernden Flitter auf die Erde herabregnen.“
„Und dann?“ fragte der Böller.
„Dann bin ich auch tot“, sagte die Rakete. „Aber ich habe den Menschen ein Leuchten in die Augen gezaubert. Das ist der Sinn meines Lebens.“

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